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Best Practice: Die Kraft der Bits und Bytes

„Die größte Herausforderung war, das Entwicklungsprojekt in die Tat umzusetzen.“ Martin Eigenstetter (li.) von der Tischlerei Eigenstetter GmbH in Rehna in Mecklenburg-Vorpommern mit Vater Axel (re.). Der Betrieb entwickelte zusammen mit dem Fraunhofer Institut eine Fräszelle mit fünfachsigem Industrieroboter, mit der sich erstmals mehrfach gekrümmte Holzmöbel wirtschaftlich fertigen lassen.

„Die größte Herausforderung war, das Entwicklungsprojekt in die Tat umzusetzen.“ Martin Eigenstetter (li.) von der Tischlerei Eigenstetter GmbH in Rehna in Mecklenburg-Vorpommern mit Vater Axel (re.). Der Betrieb entwickelte zusammen mit dem Fraunhofer Institut eine Fräszelle mit fünfachsigem Industrieroboter, mit der sich erstmals mehrfach gekrümmte Holzmöbel wirtschaftlich fertigen lassen. Foto: Arne Weychardt

Die Internationale Handwerksmesse vom 24. Februar bis 1. März 2016 widmet sich dem Thema Digitalsierung und präsentiert digital erfolgreiche Handwerksbetriebe. Wir zeigen Ihnen hier zwei davon.

Die Idee kam den Eigenstetters 2011: Anlass lieferte der Auftrag für eine kreisrunde Haustür mit oberem Stichbogen für einen Rundturm. Heute hat sich die Tischlerei Eigen-stetter aus Rehna in Mecklenburg-Vorpommern zu einem Roboterfräszentrum entwickelt, das Bauteile mit mehrfach gekrümmten Oberflächen wirtschaftlich produziert. Dazwischen lag eine spannende Zeit: Eine Spannvorrichtung musste gefunden werden, die Werkstücke trotz deren anspruchsvoller Geometrie sicher fixiert, Software eingerichtet, eine Hochfrequenzspindel entwickelt werden.
„Wichtig ist Integration! Das heißt, die Digitalisierung des eigenen Betriebs zu Ende zu denken.“ Maximilian Lörzel, Geschäftsführer der Schröter Modell- und Formenbau GmbH in Oberpframmern bei München. 35 Mitarbeiter entwicklen mit neuesten Fräs- und Messtechnologien Designmodelle und Prototypen für rund 300 Industriekunden. Foto: Tanja Kernweiss

„Wichtig ist Integration! Das heißt, die Digitalisierung des eigenen Betriebs zu Ende zu denken.“ Maximilian Lörzel, Geschäftsführer der Schröter Modell- und Formenbau GmbH in Oberpframmern bei München. 35 Mitarbeiter entwicklen mit neuesten Fräs- und Messtechnologien Designmodelle und Prototypen für rund 300 Industriekunden.
Foto: Tanja Kernweiss

Möglich wurde das durch die Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Anwendungszentrum Rostock und einer öffentlichen Förderung. Einen erheblichen Teil des Umsatzes machen die Eigenstetters heute mit ihrem Roboterfräszentrum. Drei neue Arbeitsplätze sind entstanden.

Integration steigert die Qualität

Auch bei der Schröter Modell- und Formenbau GmbH in Oberpframmern bei München gaben die Kunden den Anstoß für die Digitalisierung des Betriebs. „Da wir innovative Materialien einsetzen und an wettbewerbskritischen Designmodellen entwickeln, bat man uns um entsprechende digitale Sicherheitssysteme“, berichtet Geschäftsführer Maximilian Lörzel.

So startete man vor über zehn Jahren. Heute arbeiten alle Bereiche mit digitalisierten Werkzeugen: Entwicklung, Warenwirtschaft, Projektverwaltung, Buchhaltung. Die Systeme sind voll integriert, kommunizieren miteinander und nutzen gegenseitig die Daten. Ergebnis: Weniger Schnittstellenprobleme, schnellere Produktion, hochwertigere Ergebnisse.
Foto: Tanja Kernweiss